"Heimat im Zwischen": Romano Guardini als Europäer von Geburt und geborener Europäer
Romano Guardini wurde am 17. Februar 1885 in Italien geboren. Seine Familie siedelte aber bereits im Jahr darauf nach Mainz über, weil sich sein Vater dort als Teilhaber einer Import-Gesellschaft niederließ. Wie Guardini selbst betonte, habe ihn das von Geburt an zum Europäer, zum Grenzgänger zwischen den Kulturen, gemacht (Romano Guardini: Stationen und Rückblicke/Berichte über mein Leben, Mainz/Paderborn 1995, S. 56; ders., Europa. Wirklichkeit und Aufgabe, in: Praemium Erasmianum, o. O. 1962, S. 31-41; auch abgedruckt in: Caractère et culture de l´europe, 1962, 8, S. 125-136; eingegangen in: Sorge um den Menschen, Bd. 1, Würzburg 1962; schließlich als Monographie erschienen: Würzburg 1962, mit einem Vorwort von Ludwig Neundörfer. Es handelt sich dabei um die Rede bei der Verleihung des Praemium Erasmianum am 28. April 1962 in Brüssel).
Guardini deutete sich später selbst als "hineingewandt in das deutsche Wesen, aber in Treue festhaltend die erste Heimat; und beides nicht als bloßes Nebeneinander, sondern eins in der Realität `Europa´, die wohl aus geschichtlichen Notwendigkeiten, aber auch aus dem Leben derer geboren wird, die sie im eigenen Leben erfahren" (Romano Guardini: "Europa" und "Christliche Weltanschauung", in ders.: Stationen und Rückblicke/ Berichte über mein Leben, a.a.O., S. 296). Allerdings darf man diese Selbsteinschätzung nicht dahingehend missverstehen, "es habe sich eine Existenz auf der Schwelle zwischen zwei Kulturen und Völkern gebildet." Guardini wurde "in seinem Denken und Sprechen so sehr Deutscher, dass er" zum Beispiel später "in italienischer Sprache zu haltende Vorträge einem regelrechten Übersetzungsvorgang unterwarf" (Felix Messerschmid: Romano Guardini. Der Mensch. Die Wirkung. Begegnung, hrsg. von der Stadt Mainz. Mainz 1979, S. 12). Vielmehr wurde durch dieses Europäersein, in dem sein Italienersein und Deutschersein polar einspannt waren, schon die konkret-lebendige und dialogische Spannungseinheit im Unterschied zu Hegels dialektischem Ansatz grundgelegt, die seine Person und sein Werk später prägen sollte. Es ging Guardini nämlich nie darum, das eine zugunsten des anderen aufzugeben, die eine oder andere Nationalität als Extrem zu betonen, noch darum, beides in ein Drittes, in eine Synthese hinein bis zur Unkenntlichkeit zu verschmelzen. Er war zugleich Italiener und Deutscher. Indem er beides zueinander in eine spannungsreiche Beziehung setzte, konnte er jeweils neu, konkret und lebendig Europäer sein und werden. Oder anders ausgedrückt: Der "Gegensatz zwischen romanischer Herkunft und deutscher Bildung" (Fridolin Wechsler: Romano Guardini als Kerygmatiker, Paderborn 1973, S. 7) haben "sich in ihm zu einer höchst produktiven Lebenseinheit" (Walter Dirks: Romano Guardini, in: Hans Jürgen Schultz (Hrsg.): Tendenzen der Theologie im 20. Jahrhundert. Eine Geschichte in Portraits, Stuttgart/Olten 1966, S. 248-252, hier S. 249) auf europäischem Niveau verbunden. Michael Pfliegler schrieb dazu bereits 1948, Guardini kenne zwei Betrachtungsformen der religiösen Lage. Diese seien "Ausdruck von zwei berechtigten, aber in ihrer Einseitigkeit begrenzten Existenzweisen des religiösen Menschen. ... Guardini bringt seiner Abstammung und seiner Bildung nach alle Voraussetzungen mit, wenn er die eine Betrachtungsform als typisch romanisch und die andere als typisch germanisch" bezeichnet (Michael Pfliegler: Die religiöse Situation, Graz/Salzburg/Wien 1948, S. 16f.).
Man kann hier also getrost von einer "Balancieren im Zwischen" sprechen (Vgl. Bernhard Marx: Balancieren im Zwischen: Zwischenreiche bei Paul Klee, Würzburg 2007). Und mit Karen Joisten auch von einer "Heimat im Zwischen": "Vertrauen und Gewohnheit sind m.E. Grundphänomene menschlichen Seins, durch die uns der Andere immer schon einwohnt, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. In beiden ist der Mitmensch in seiner wesentlichen Beziehung zu uns sichtbar und berührt unser Eigenes, auch wenn er sich konkret an einem anderen Ort befindet. In ihrer Reinheit sind Vertrauen und Gewohnheit jeweils nur im Terminus zu finden, der sie begrenzt und die andere Seite ihres Wesens ausgrenzt. Auf diese Weise verstellt er die Einsicht in ihre konträre Gegenwesenheit, die im Zwischen-sein des Menschen zum Austrag kommt. Der Mensch als ein UNTERWEGS-IM-VERTRAUEN und als ein HEIM-IM-GEWOHNTEN versucht, der Möglichkeit seines Seins zu entsprechen und die latent vorliegende Tendenz auf Ver-trauen und Gewohnheit zu erfüllen. In der Verschränkung seines Sich-Bindens im Heimischsein des Vertrauens und seines Sich-Ausrichtens im Unterwegssein des Gewohnten realisiert er seinen Selbstwerdensprozess im Sich-Öffnen auf den Andern hin" (Karen Joisten: Philosophie der Heimat – Heimat der Philosophie, Berlin 2003, S. 162).
Prägungen durch Vater und Mutter
Diese neue "Heimat im Zwischen" wird Guardini finden, obwohl sein Vater "ein leidenschaftlicher Anhänger des `Risorgimento´, der Wiederbelebung der italienischen politischen Einheit" war und seine Mutter "allem Deutschen ablehnend" gegenüberstand, nachdem sie die österreichisch-habsburgische Herrschaft in Oberitalien miterlebt hatte (Vgl. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz: Eine nicht ganz glückliche Beziehung. Romano Guardini und Mainz, in: Romano Guardini. 1885-1968. Gymnasium Moguntinum Rabanus-Maurus-Gymnasium, Mainz 1984, Nr. 46 (Dezember), S. 9 unter Einbeziehung von Guardini, Romano: Stationen und Rückblicke/Berichte über mein Leben, a.a.O., S. 295). Während die radikale "Ablehnung des deutschen Wesens" bei ihr durch den Umzug nach Deutschland "immer schärfer" wurde, hatte sein Vater "Deutschland sehr geschätzt" (Romano Guardini: Stationen und Rückblicke/Berichte über mein Leben, a.a.O., S. 57) und infolgedessen auch mäßigend gewirkt. Als knapp Vierzigjähriger wird sich Guardini an seinen Vater erinnern und auch seine grundsätzliche Prägung durch dessen "liberale Art" reflektieren: "Mein Vater war ein italienischer Liberaler alten Schlags. Heißes Blut und kühler Kopf. Heikel in allen Dingen politischer Ehre und zugleich Skeptiker und mit einer tiefen Abneigung gegen das Klerikale. Freigebig, wohltätig, aber ganz im Geheimen. Unendlich empfindlich gegen jeden Versuch, seine Freiheit anzutasten, sich einzumischen, auch nur zu fragen. Und auch ebenso unbedingt zurückhaltend und Freiheit lassend gegen die anderen. Ich habe von Seiten meines Vaters kaum je eine Bindung in jenen Dingen gespürt, die Inneres, Berufswahl, Anschauungen betreffen" (Briefe von Romano Guardini an Josef Weiger 1908-1962, hrsg. von Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Ostfildern/Paderborn 2008, hier: 93. Brief vom Juli 1924, Potsdam, in: ebd., S. 252).
Die Mutter hingegen war zwar weniger liberal, doch bei aller Strenge und Autorität keineswegs autoritär. In der Erinnerung der Freunde Guardinis blieb sie als würdig, gütig, mütterlich, hoheitsvoll, Achtung und Respekt gebietend gegenwärtig (Ludwig Neundörfer: Aus einer Laudatio (1962), in: Romano Guardini. Der Mensch - Die Wirkung - Begegnung, Mainz 1979, S. 69; ders., Romano Guardini. Zum 80. Geburtstag, in: Burgbrief, 1965, 1 (Februar), S. 1; Philipp Harths Erinnerung an die Mutter wurde übermittelt in: Elisabeth Wilmes-Merz: Jahre auf Burg Rothenfels, Chronik 1926-1937: Erinnerungen II B und II C, Rothenfels o.J. (Januar 1984), S. 38). "Autorität und Güte" durchdrangen sich bei ihr "im gleichen Anteil" (Felix Messerschmid: Romano Guardini, in: Romano Guardini. Der Mensch - Die Wirkung - Begegnung, Mainz 1979, S. 10).
Guardini selbst empfand die Haltung seiner Eltern im Rückblick insgesamt als "sehr streng, richtiger gesagt, altmodisch": "Die Autorität der Eltern galt absolut und in allem. Man hatte ein guter, artiger, wohlerzogener Junge zu sein. Von Selbständigkeit war keine Rede" (Romano Guardini: Stationen und Rückblicke/Berichte über mein Leben, a.a.O., S. 56). Er verübelte es vor allem seiner Mutter – denn aufgrund seiner geschäftlichen Belastungen lebte sein Vater "eigentlich überhaupt nicht" mit der Familie (ebd., S. 58) –, dass sie die Buben zu sehr im Hause gehalten hatte: "Praktisch gesprochen, gingen wir zu niemand, und niemand kam zu uns" (ebd., S. 57). Mit einer gewissen Schwermut urteilte Guardini rückblickend daher sehr hart über seine Kindheit: "Das Gefühl der glücklichen Kindheit und den Wunsch, in sie zurückzukehren, habe ich nie gehabt. Ich möchte in meine Kindheit nicht zurückkehren" (ebd., S. 60). Doch dürfen andererseits die vielen Möglichkeiten und Freiheiten der Guardini-Brüder nicht übersehen werden, um die sie von ihren Freunden regelrecht beneidet wurden. Letztlich wird Guardini – bei allem berechtigten Wünschen nach mehr Selbstständigkeit – dazu erzogen, zwischen Freiheit und Autorität, zwischen Güte und Strenge zu unterscheiden, ohne sie als Widersprüche zu empfinden, sondern stattdessen auch hier die gegensätzlichen Haltungen spannungsreich miteinander in Beziehung zu setzen.
Aufgewachsen an der Zeitenwende
Grenzgänger war Guardini aber nicht nur "zwischen den Welten", sondern auch "zwischen den Zeiten". Die mit Guardini befreundete Quickbornerin Ida Friederike Görres stellte die Veröffentlichung aus ihren Tagebücher von 1951 bis 1959 unter diesen Titel "Zwischen den Zeiten" (Olten/Freiburg 1960) und sprach damit eine ähnliche Zeitwende an, wie sie Guardini über fünfzig Jahre vorher durchlebt hatte. Was Guardini 1920 als Konsequenz darauf als "Erwachen der Kirche in den Seelen" beschrieb, las sich bei Görres folgendermaßen: Ihre Blätter seien "schließlich mehr Dokument als Literatur: ein Zeugnis für einen Vorgang in der Kirche, einen Vorgang DER Kirche, bestimmter Bewusstseinsveränderungen in den Gläubigen. Denn die Kirche ist heute in Bewegung und im Übergang, doch vollzieht sich ihr allmählicher Gestaltwandel zwischen den Zeiten nicht in einem abstrakten Leerraum, sondern in unsern Herzen, unsern Köpfen, unsern Schicksalen: darin spielt, handelnd und leidend, ihre Begegnung mit den Nöten und Aufgaben einer gärenden Welt" (S. 11).
Guardini ist ebenso "geboren und aufgewachsen in dem... `goldenen Zeitalter der Sicherheit´", das voreilig "an die sittliche Kraft zivilisatorischer Vernunft" geglaubt hatte (Wolfgang Frühwald: "Die vielfach verdunkelte und verwirrte Wirklichkeit". Romano Guardinis Deutung der Welt aus dem Wort der Dichter, in: Walter Seidel (Hrsg.): Christliche Weltanschauung. Wiederbegegnung mit Romano Guardini, Würzburg 1985, S. 48). Stefan Zweig hatte in seinen auto-biographischen "Erinnerungen eines Europäers" zwar die Situation im österreichischen Kaiserreich im Auge, doch kann dies durchaus auf die Situation im deutschen Kaiserreich übertragen werden: "Es war das goldene Zeitalter der Sicherheit. Alles (...) schien auf Dauer gegründet und der Staat selbst der oberste Garant dieser Beständigkeit. Die Rechte, die er seinen Bürgern gewährte, waren verbrieft vom Parlament, der frei gewählten Vertretung des Volkes, und jede Verpflichtung genau begrenzt. (...) Alles hatte seine Norm, sein bestimmtes Maß und Gewicht. (...) Niemand glaubte an Kriege, an Revolutionen und Umstürze. Alles Radikale, alles Gewaltsame schien bereits unmöglich in einem Zeitalter der Vernunft" (Stefan Zweig: Die Welt von gestern. Erinnerungen eines Europäers, Stockholm 1942, S. 14f.).
Das nämliche Zeitalter wurde daher aber auch die Zeit des "Kulturkampfes" - nicht nur zwischen preußischem Staat und römisch-katholischer Kirche, sondern allgemein zwischen Modernismus und Antimodernismus in allen Bereichen der Kultur. Der Kulturkampf im engeren politischen Sinn, die Auseinandersetzung zwischen preußischem Staat und katholischer Kirche in der Folge des I. Vatikanischen Konzils ab 1871, war zwar bereits zur Zeit der Geburt Guardinis wieder am Abflauen - er hatte seine Höhepunkt 1873 und 1879; doch dauerte er in seinen kulturellen Auswirkungen noch lange Jahre an. Denn der eigentlich kulturelle Kampf, vor allem auch die Auseinandersetzung um den "politischen Katholizismus", ging weit bis ins 20. Jahrhundert hinein (vgl. Rudolf Morsey: Der deutsche Katholizismus und der Nationalstaat zwischen Kulturkampf und Erstem Weltkrieg, in: Historisches Jahrbuch, 90, 1970, S. 31-64; Wilfried Loth: Katholiken im Kaiserreich. Der politische Katholizismus in der Krise des wilhelminischen Deutschland, Düsseldorf 1984; Matthias Martin: Der katholische Weg ins Reich: der Weg des deutschen Katholizismus vom Kulturkampf hin zur staatstragenden Kraft, Frankfurt am Main u.a. 1998; für den Kampf zwischen Modernismus und Antimodernismus im Bereich der katholischen Kirche vgl. Hubert Wolf (Hrsg.): Antimodernismus und Modernismus in der katholischen Kirche. Beiträge zum theologiegeschichtlichen Vorfeld des II. Vatikanums, Paderborn 1998; Georg Schwaiger (Hrsg.): Aufbruch ins 20. Jahrhundert. Zum Streit um Reformkatholizismus und Modernismus, Göttingen 1976; konfessionsübergreifend: Horst Renz/Friedrich Wilhelm Graf (Hrsg.): Umstrittene Moderne. Die Zukunft der Neuzeit im Urteil der Epoche Ernst Troeltschs, Gütersloh 1987). Dabei sei ausdrücklich betont, dass diese Form des Kulturkampfes keineswegs nur eine Erscheinung im innerkirchlichen Raum oder im Staat-Kirche-Verhältnis war, sondern überkonfessionell die Kultur insgesamt erfasst hat, also auch Philosophie, Literatur, Kunst und nicht zuletzt auch die Politik; und dass diese Erscheinungen gerade in der aktuellen Diskussion um die sogenannte "Postmoderne" wieder aktuell geworden sind, auch wenn diese Erscheinung nicht mit dem "Ende der Neuzeit" Guardinis verwechselt werden darf.
Guardinis Jugendzeit am "Fin de siècle" war aber auch schon davon geprägt, dass neben diesen Fortschrittsglauben immer deutlicher eine Krisen- und Untergangsstimmung trat (vgl. dazu Michael Graetz/Aram Mattioli u.a. (Hrsg.): Krisenwahrnehmungen im Fin de siècle: Jüdische und katholische Bildungseliten in Deutschland und der Schweiz, Zürich 1997; Franz Herre: Jahrhundertwende 1900. Untergangsstimmung und Fortschrittsglauben. Stuttgart 1998; Hans-Jörg Knobloch u.a. (Hrsg.): Fin de siècle - fin du millénaire: Endzeitstimmungen in der deutschsprachigen Literatur, Tübingen 2001. Zum Problem von durch diese Stimmungen motivierten Übertritten in die römisch-katholische Kirche vgl. bereits Karl Muth: Fin-de-siècle-Konvertiten, in: Hochland, 1, 1903/04, Bd. I, 2 (November 1903), S. 237-240, hier S. 237: "Der echte Konvertit ist in erster Linie WAHRHEITSSUCHER. … Den schroffsten Gegensatz zu ihm bildet der Fin-de-siècle-Konvertit. Nicht die Wahrheit sucht er, sondern die Ruhe. Und er sucht die `Ruhe´ auf Kosten der Wahrheit.").
In diesen "erregenden Auseinandersetzungen des `Modernismus´-Streites" wird Guardini sich gemeinsam mit seinen Freunden und Lehrern "die diesen Streit übersteigenden Denkfiguren" erarbeiten, "die ihm Stellungnahme auch dort ermöglichten, wo sie sich mit kirchlichen Verlautbarungen nicht deckten" (Felix Messerschmid Romano Guardini. Der Mensch. Die Wirkung. Begegnung, hrsg. von der Stadt Mainz, Mainz 1979, S. 16) Er wurde also weder zum Modernisten noch zum Antimodernisten, sondern zu einer "Denkergestalt an der Zeitwende", zu einem "Menschen einer neuen Generation der Kirche des zwanzigsten Jahrhunderts" (Vgl. Alfred Schüler: Romano Guardini. Eine Denkergestalt an der Zeitwende, in: Archiv für mittel-rheinische Kirchengeschichte, 21, 1969, S. 133-138; Friedrich Wilhelm Graf: Zu Deutungsmustern der Modernismuskrise, in: Wolf, Hubert (Hrsg.): Antimodernismus und Modernismus in der katholischen Kirche, a.a.O., S. 101. Graf zählt auf katholischer Seite Hefele, Michel, Funk, Wittig, Neuendorf (unklar, wahrscheinlich aber gemeint: Neundörfer, HZ) und Werner R. Thormann auf).
Da der Kulturkampf und die durch ihn hervorgerufenen Krisen wesentlich auch politische Dimensionen hatten, wurden diese auch maßgebend für die besagten "Denkfiguren" und umgekehrt reichten diese natürlich immer – zumindest symbolisch, oftmals aber auch sehr konkret - in das politische Denken und in den politischen Alltag der jeweiligen Zeit hinein.