Georg Volk

Aus Romano-Guardini-Handbuch

Georg Johann Volk (1898-1986) war ein deutscher Arzt, Homöopath und Schriftsteller.

Biographie

  • älterer Bruder des Mainzer Bischofs Hermann Kardinal Volk (1903–1988)
  • 1916 bis 1918: Teilnehmer am Ersten Weltkrieg als Sanitäter
  • gemeinsam mit dem Bruder Mitglieder der Marburger Quickborngruppe
  • Studium der Medizin und Philosophie in Marburg (bei Nicolai Hartmann und Heinz Heimsoeth) und an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • in Marburg erste Begegnung mit Fritz Stockebrand (1897–1970); während der gemeinsamen Assitenzzeit gemeinsame Hinwendung zur Homöopathie, spätere Anregung durch August Bier und Wilhelm Münch
  • 1921 Dr. med. mit einer Arbeit über Riesenzellen in der Schilddrüse
  • geprägt von den Treffen auf der Burg Rothenfels am Main und den Begegnungen mit Romano Guardini
  • befreundet mit Alfred Schüler, Ludwig Neundörfer, Heinrich Kahlefeld, Theo Gunkel, Walter Dirks, Ida Friederike Görres und Manfred Hörhammer; Begegnungen mit Rudolf Schwarz
  • (mit Alf Riegel und Robert Steidle: Gründung der Ärztegilde des Quickborn; dabei Vertreter einer von christlicher Spiritualität durchdrungene, naturverbundene, ganzheitliche Medizin
  • Assistenzarzt bei Otto Leeser (1888–1964; Niederlassung ab 1922) in Frankfurt am Main
  • ab 1926 Niederlassung zunächst eigene Niederlassungen in Fulda, Mülheim an der Ruhr und Breslau
  • schriftstellerische Tätigkeit Werkhefte junger Katholiken (bis 1933) und Gestalt und Zeit (bis 1935)
  • Niederlassung in Offenbach am Main als Internist und Arzt für Homöopathie
  • 1934/35 Errichtung des Offenbacher Arzthauses mit Praxis (durch den Architekten Rudolf Schwarz)
  • Heirat mit Anna Stammer; Vater von fünf Kindern
  • 1939 Stabsarzt am Westwall im Zweiten Weltkrieg
  • 1940/41 Chefarzt des Reserve-Lazaretts Heilig Geist Hospital in Frankfurt am Main; Abberufung wegen mangelnder nationalsozialistischer Gesinnung
  • 1942-1944 Leiter des Feldlazaretts 709 als Ortslazarett auf der Halbinsel Cotentin (Normandie) im besetzten Frankreich; verantwortlich für die Innere Abteilung; zuletzt im Rang eines Oberstabsarztes
  • Juni 1944 nach Landung der Alliierten in der Normandie: leitender Arzt des Festungslazaretts von Cherbourg; nach der Kapitulation und Übergabe der Stadt durch den Festungskommandanten Karl-Wilhelm von Schlieben: amerikanische Kriegsgefangenschaft mit Internierung im US-Kriegsgefangenenlager McAlester in Oklahoma (USA); dort Leiter der Inneren Abteilung des Gefangenenlazaretts; dort 1945 Ausschluß aus dem Offizierskorps aufgrund seiner Weigerung als ranghöchster Offizier den Geburtstag Adolf Hitlers mitzufeiern
  • 1946 Heimkehr aus Kriegsgefangenschaft; Wiederaufnahme seiner Praxis in Offenbach (bis 1986)
  • 1958-1976 Belegarzt im Ketteler-Krankenhaus in Offenbach am Main
  • 1969-1974 Chefarzt der homöopathischen Abteilung im Ketteler-Krankenhaus in Offenbach am Main
  • einer der letzten Mediziner Hessens mit eigener, in die Praxis integrierten Apotheke
  • 1981 Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland am Bande

Bibliographie zu Guardini

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