Rudolf Voderholzer

Aus Romano-Guardini-Handbuch

Rudolf Voderholzer (* 1959) ist ein deutscher Theologe, Dogmatiker und seit Januar 2013 römisch-katholischer Bischof von Regensburg.

Biographie

  • Studium der Philosophie an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten der katholischen Theologie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München
  • 1985 Magistergrad in Philosophie
  • 1986 Diplom in Theologie
  • 1987 Priesterweihe für das Erzbistum München und Freising durch Friedrich Kardinal Wetter im Freisinger Dom
  • anschließend Kaplan in Traunreut, Haar und Zorneding
  • 1992 Wissenschaftlicher Assistent bei Gerhard Ludwig Müller am Lehrstuhl für Dogmatik der Universität München
  • 1997 Dr. theol. mit der Doktorarbeit "Die Einheit der Schrift und ihr geistiger Sinn. Der Beitrag Henri de Lubacs zur Erforschung von Geschichte und Systematik christlicher Bibelhermeneutik"
  • 2004 Habilitation an der Katholisch-Theologischen Fakultät München
  • 2004 Wechsel an das Departement für Glaubens- und Religionswissenschaft und Philosophie an die Schweizer Universität Freiburg im Üechtland; 2004 bis 2005 Präsident des Departements.
  • 2005-Jahresbeginn 2013 ordentlicher Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Theologischen Fakultät Trier; gleichzeitig Seelsorger der Pfarrgemeinde St. Nikolaus in Kasel an der Ruwer
  • 2012 Ernennung zum Bischof von Regensburg durch Papst Benedikt XVI.; 26. Januar 2013 Bischofsweihe durch Reinhard Kardinal Marx mit den Mitkonsekratoren Gerhard Ludwig Kardinal Müller und František Radkovský; bischöflicher Wahlspruch: Christus in vobis spes gloriae („Christus ist unter Euch – die Hoffnung auf Herrlichkeit“) (Kol 1,27 EU).
  • Mai 2014 Mitglied des Dikasteriums (ehemals Kongregation) für die Glaubenslehre; zuletzt verlängert bis 2019

Bibliographie zu Guardini

  • Die Neuheit Christi: Henri de Lubacs bleibendes Vermächtnis, in: Communio-Online, Theologie und Kirche, 2026, 20. Februar [Artikel] - https://www.herder.de/communio/theologie/henri-de-lubacs-bleibendes-vermaechtnis-die-neuheit-christi/
    • "De Lubac macht sich Guardinis "geglückte Formulierung" zu Eigen: "Es gibt keine Lehre, kein Grundgefüge sittlicher Werte, keine religiöse Haltung und Lebensordnung, die von der Person Christi abgelöst, und von denen dann gesagt werden könnte, sie seien das Christliche. Das Christliche ist Er selbst; das, was durch Ihn zum Menschen kommt und das Verhältnis, das der Mensch durch Ihn zu Gott haben kann. Ein Lehrgehalt ist christlich, sofern er aus Seinem Munde kommt. Das Dasein ist christlich, sofern seine Bewegung durch Ihn bestimmt ist. In allem, was christlich sein soll, muss Er mitgegeben sein. Die Person Jesu Christi in ihrer geschichtlichen Einmaligkeit ist selbst die Kategorie, welche Sein, Tun und Lehre des Christlichen bestimmt." (Romano Guardini, Das Wesen des Christentums, Mainz/Paderborn 71991, 68, zitiert von De Lubac, Die christliche Offenbarung, Freiburg 2001, 136-137)"
    • "Niemand behauptet im Übrigen, dass Jesus sich selbst in den christologischen Hoheitstiteln vorgestellt hat. Diese gehören zur Glaubensantwort der Kirche auf ein überwältigendes Ereignis, das nach den Worten Romano Guardinis von den Aposteln in seiner Fülle niemals erschöpfend eingeholt werden konnte. Über das christologische Bekenntnis der Kirche gibt es eben doch einen Zugang zum historischen Jesus."

Internet

Wikipedia-Artikel - https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_Voderholzer